Fahrzeugunterstellung in Radebeul-Ost

 

Am 8. Oktober 2016 erfolgte der Startschuss für ein sehr umfangreiches Projekt: die Errichtung einer Anschlussbahn und dem Bau einer Fahrzeugunterstellung für die geschützte Unterbringung weiterer Eisenbahnfahrzeuge in Radebeul-Ost, um sie so dauerhaft für die zukünftigen Generationen zu erhalten. Der Umfang ist herausfordernd und liegt in den Dimensionen einer I K.

 

 

 

Seit 1839 verkehrt durch Radebeul die erste deutsche Ferneisenbahn, seit 1884 beginnt hier die Schmalspurbahn über Moritzburg nach Radeburg. Im Jahr 1903 wurde der Güterboden gebaut. Ein besonderer Ort Verkehrsgeschichte.

Seit den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts gibt es Bemühungen historisch wertvolle Fahrzeuge der Schmalspurbahn für die Nachwelt zu erhalten. Die Traditionsbahn Radebeul e. V. und das Verkehrsmuseum Dresden haben sich dabei besondere Verdienste erworben. Nachdem 2006 einige Fahrzeuge im historischen Güterboden untergestellt sind, kann nun ein nächster, sehr wichtiger Schritt gegangen werden. In der nächsten Zeit soll hier am Güterboden eine Fahrzeugunterstellung entstehen, um die über Jahrzehnte gepflegten Fahrzeuge dauerhaft erhalten zu können.

Mit dem Wiederaufbau der Gleisverbindung zum Güterboden wird der Bereich nördlich der Ladestraße erneuert und die angrenzende Eisenbahnverkehrsfläche erhält Schritt für Schritt ihre Gleisanlagen zurück. Stand bis zur Wende 1990 der Güterverkehr im Mittelpunkt, soll sie zukünftig der musealen Präsentation der zahlreichen in Radebeul-Ost vorhandenen Wagen verschiedener Eigentümer aus den ersten Epochen der sächsischen Schmalspurbahnen dienen. Nicht zuletzt verschwindet so eine hässliche Brachfläche und Radebeul-Ost erhält an dieser Stelle ein schönes und interessantes Aussehen. Über einen Zeitraum mehrerer Jahre stehen folgende Etappen zur Umsetzung an:

  • Erste Etappe 2016: Anbindung des SSB Schmalspurbahnmuseums mit Querung der Ladestraße und Errichtung drei neuer Weichen
  • Folgeetappe 2017: Bau von ca. 210 Meter überdachten Gleises, verteilt auf vier parallel liegenden Gleisen unter einer „Fahrzeugüberdachung“ hinter dem Güterboden und deren Verbindung mit der Anschlussbahn
  • spätere Optionen: Entwicklung des angrenzenden Geländes unter Einbezug von Elementen historischer Bahnanlagen (Doppelkreuzungsweiche, Sanierung Rampen, historische Bahnsteigdächer).

 

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