Die I K Nr. 54 – Die Wiedergeburt einer Legende

Das Projekt der I K Nr. 54 – Eine Vision wurde Wirklichkeit

Mit der Fertigstellung der I K Nr. 54 wurde der Beweis gebracht, dass große Ideen mit dem richtigen Konzept zum Erfolg geführt werden können. Die Verzahnung von bürgerschaftlichem Engagement und unternehmerischer Initiative war das Erfolgsrezept für den einzigartigen Neubau nach historischen Plänen.

Nach der 2003 vollzogenen Gründung des Vereins zur Förderung Sächsischer Schmalspurbahnen e. V. (VSSB) wurden verschiedene herausragende Ideen entwickelt und untersucht, mit denen die zum damaligen Zeitpunkt zumeist erst kurze Zeit aus dem DB Konzern in regionale Verantwortung übergebenen sächsischen Schmalspurbahnen als Teil der Industriekultur und Wirtschaftsgeschichte noch stärker in den Fokus gerückt werden können. Nach dem historische Konstruktionszeichnungen der ersten sächsischen Lokomotivgattung I K, welche bereits in den 1920er Jahren aus den Streckendienst verschwand und 1964 als letztverbliebe Werklokomotive ausgemustert wurde, auftauchten, wurde die Idee eines Nachbaus anhand der entdeckten Zeichnungen geboren. Zunächst wurden im Hintergrund Experten aus den Bereichen Konstruktion, Eisenbahnbetrieb und Eisenbahnaufsicht konsultiert, um die grundsätzliche technische Machbarkeit zu prüfen. Einer Vielzahl von aufgeworfenen Fragen wurde mit Ideen und aktuellem technischen Know-how begegnet. Anschließend wurden Arbeitsgruppen für Technik/Betrieb, betriebswirtschaftliche Begleitung und die Vermarktung des Projektes gebildet, um die anstehenden Aufgaben strukturiert zu planen und zu begleiten. Der Auftakt des Festjahres „125 Jahre Schmalspur Dampf Sachsen“ am 12.01.2006 bot den geeigneten Rahmen, um das einzigartige Projekt in der Öffentlichkeit bekannt zu machen und potenzielle Spender und Unterstützer anzusprechen. Neben einer Spendenaktion mit der Ausgabe von Stifter-Aktien für größere Spendensummen wurde durch die technische Arbeitsgruppe eine detaillierte Stückliste erarbeitet, um Unterstützer vor allem aus dem Bereich der Metall- und Elektroindustrie für die Herstellung konkreter Bauteile zu gewinnen. 

Mehr als 80 Unternehmen beteiligten sich an der Herstellung von über 4.400 Einzelteilen und stellten unter Beweis, dass historische Technik und moderne Konstruktionsprinzipien sich gut ergänzen. Flankiert durch eine regelmäßige Berichterstattung mit dem I K-Report und auf der Internetseite des VSSB sowie Veranstaltungen für Spender und Unterstützer, gelang es in überschaubarer Zeit parallel zu den jeweiligen technischen Abläufen erforderliche Sach- und Geldspenden einzuwerben. Mit über 800.000 Euro Spendenvolumen lieferte das Projekt einen gelungenen Beweis für die Verbindung von bürgerschaftlichem und unternehmerischem Engagement. Bereits drei Jahre nach der Auftaktveranstaltung konnte im Januar 2009 im Dampflokwerk Meiningen die Endmontage der Lokomotive im Beisein zahlreicher Spender begonnen werden. Auch für das Dampflokwerk Meiningen hatte das Projekt des Neubaus nach historischen Plänen Pilotcharakter – umso größer war die Freude, als die Lokomotive die erste Werksprobefahrt im Juni 2009 mit Erfolg absolvierte. Mit einer eindrucksvollen „I K-Willkommenstour“ wurde die Lokomotive vom 28.06. bis zum 04.07.2009 in Sachsen empfangen. Den Abschluss der Tour bildete die feierliche Taufe der Lokomotive durch den sächsischen Ministerpräsidenten, Stanislaw Tillich, in Radebeul. Gleichzeitig wurde bei der Tour der Verlauf der damals im entstehen befindlichen Dampfbahn-Route Sachsen als gemeinsame Marketingplattform bereist. Seither besteht eine enge Verbindung zwischen der Ferienstraße und der Lokomotive, welche mehrfach als Werbeträger für die sächsischen Schmalspurbahnen auf Messen präsentiert wurde. Ebenso symbolisiert der Bau I K Nr. 54 für zahlreiche der beteiligten Unternehmen in besonderer Weise die Tradition und Innovation der sächsischen Industriekultur.

Sonderfahrt Döllnitzbahn 22.04.2014

Das Projekt der I K Nr. 54 – Eine Vision wurde Wirklichkeit

Mit der Fertigstellung der I K Nr. 54 wurde der Beweis gebracht, dass große Ideen mit dem richtigen Konzept zum Erfolg geführt werden können.

Die Willkommenstour

Am 26.06.2009 war es endlich soweit – ein Moment, auf den die Initiatoren, viele Schmalspurbahnfans, Unterstützer und Spender des Projektes ...

Historie der sächsischen I K

Am 30.11.1881 setzte sich unter viel Dampf der erste von einer sächsischen I K, der ersten Gattung sächsischer Schmalspurdampflokomotiven ...

Der Betriebseinsatz der I K – damals

Die I K ist auf allen 750 mm-spurigen Schmalspurstrecken in Sachsen gefahren. Der stürmische Aufschwung der Schmalspurbahn ...

Einsatzstrecken der I K Nr. 54 – heute

Nach der feierlichen Inbetriebnahme der Lokomotive im Jahr 2009 wurde die Maschine für den Zeitraum des ersten Hauptuntersuchungszyklus ...

Die Erbauer der I K Nr. 54

Ein Projekt wie der Wiederaufbau der I K Nr. 54 kann nur mit Hilfe einer Vielzahl von begeisterten und engagierten Unterstützern realisiert werden.

Helfen Sie mit

Für Lokomotiven muss im Abstand von sechs Jahren eine kostenintensive Hauptuntersuchung vorgenommen werden, auch zwischenzeitlich bedarf es einer umfassenden Wartung und Pflege, um auch künftigen Generationen die Faszination des Schmalspurdampfbetriebs erlebbar zu machen.

Die Stiftung Sächsische Schmalspurbahnen ist daher für jede Unterstützung dankbar. Zur Finanzierung der betriebsfähigen Erhaltung der I K Nr. 54 wurde die Spendenaktion „ ...Kohle für die Kohlen...“ initiiert.

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